Aus meinem Lesebuch für Niedersachsen von 1956
Nicht lange mehr
Die Dörfer liegen dunstverhüllt im Land.
Mitunter gluckst die Flut am grauen Strand.
Es träumt die Marsch in erntemüder Ruh
den kalten Nebeln und den Stürmen zu.
Zuweilen Lerchen noch in blauer Luft,
aus bunten Gärten herber Asternduft.
Nicht lange mehr, dann wettert der Nordwest;
auf kahlen Ästen schwankt das Krähennest.-
Du,träume nicht! Das Welken muß geschehn.
Laß dir den Herbstwind um die Stirne wehn!
Doch hüt den Sommer fein in deiner Brust
und freu dich auf des Winters Flockenluft.
Berend de Vries
Dieses Gedicht paßte wunderbar zu unserem sonntäglichen Ausflug
nach Dangast am Jadebusen.
tomprox
