In den letzten Tagen konnte man wieder einmal das alljährliche Gezeter wegen der Ausbildungsplätze verfolgen.
Das neue daran ist, das die Betriebe über fehlende Bewerber klagen. Nicht wie in den vergangenen Jahren, die Bewerber wegen fehlender Angebote.
Betriebe erklären sich sogar bereit, notwendige, fehlende schulische Bildung auf ihre Kosten zu kompensieren.
Es wäre jetzt sicher einfach, ein allgemeines Lehrerbashing zu beginnen. Das erscheint mir aber etwas zu billig. Sicher hat diese Gruppe ihren Anteil an der Misere. Aber nicht ganz alleine, ebenso wenig wie die Eltern.
Einen nicht unerheblichen Teil der Schuld ist ein gesellschaftliches Problem, und auch in unserem Bildungssystem zu suchen.
In jede noch so nebensächliche Problematik mischt sich der Bund ein, und reguliert, oft sogar auch die als EU bekannte extrateure Lobbyistenversammlung in Brüssel.. Ein essentielles Problem wie die Bildung jedoch wird wie in der Ära der Kleinstaaten, den Landesfürsten überlassen. Zum Glück nicht den Regierungspräsidenten. Dann hätten wir noch einige Konfusionen mehr ...(ein Abiturient aus Stuttgart, dürfte möglicherweise nicht in Heidelberg studieren.) Heute darf, formal, niemand von außerhalb Bayerns, in Bayern studieren. Es ist höchste Zeit dass die Frau Schavan endlich eine umfassende Aufgabe erhält. Ob sie dieser dann auch gewachsen ist, steht auf einem anderen Blatt.
